Am 12. Februar 2017 fand das erste VRK Züchterseminar statt. Dieses ist ab 2017 verpflichtend für alle Neu-Züchter im VRK.
 

Das Thema Zucht ist sehr breit gefächert und für Interessierte oft ein Dschungel, der nicht so leicht zu durchforsten ist.

 

Das VRK  Züchterseminar bietet einen Überblick über das Thema Kromfohrländer, das VRK Einkreuzprojekt und über die Zucht in Theorie und Praxis.

 

Eine gute Portion Rassekenntnis gehört dazu, wenn man züchtet, umso mehr innerhalb eines Einkreuzprojektes. Immens wichtig ist es, die Entstehung der Rasse Kromfohrländer zu kennen, damit das "Flaschenhals-Problem" der Inzucht auch nachvollzogen werden kann. Die charakterlichen Eigenheiten der Rasse  und auch die gesundheitlichen Probleme werden ausführlich besprochen.

 

Der Verein für Rauhaarige Kromfohrländer e.V. ist der einzige Kromfohrländerzuchtverein mit einem ausschließlichen Einkreuzprojekt. Wie die Zuchtplanung gemacht wird, welche Gesundheitsuntersuchungen verbindlich sind und mit welchem Konzept die Würfe vorbereitet werden sind Themen, die detailliert erklärt werden.

 

Und zu guter letzt kommt das Praktische - wie schaut die Wurfplanung konkret beim Züchter aus, was muss man zum Deckakt wissen, wie gestaltet sich die Trächtigkeit und wie bereitet man sich und die Hündin auf die Geburt vor? Die Welpenaufzucht und - prägung wird für jede Lebenswoche vorgestellt und auch die Abgabe wird besprochen.

 

Für Neuzüchter auch ein wichtiges Thema, sind die Gespräche mit den Welpeninteressenten; was ist zu vermitteln? Wohin legt man den Fokus des Gespräches und welche Anforderungen brauchen Kromfohrländer aus dem Einkreuzprojekt, damit sie glücklich in den Familien leben können?

 

Als Arbeitsmaterial dient die fast 100-seitige VRK Züchtermappe und die VRK Welpenmappe.

 

 

 

Mitte Februar 2017 trafen sich nun also in Sandesneben interessierte VRK Mitglieder, die teilweise schon konkrete Zuchtpläne haben oder noch überlegen, ob Sie dieses Abenteuer angehen möchten.

 

Es waren insgesamt drei aktive Züchter anwesend, dazu kamen vier Familien mit einer Hündin aus dem VRK Einkreuzprojekt plus zwei Hündinnen von extern, einmal rassefremd und einmal mit 25% Kromianteil.

 

Das Seminar wurde geleitet von Britta Bessey, erfahrene Züchterin mit sieben Würfen und Zuchtleiterin im VRK - unterstützt wurde sie von zwei Mitgliedern des Züchterkreises/Vorstandsmitglieder.

 

 

Im Wechsel wurden die oben erwähnten Themen angesprochen und in der sehr motivierten und interessierten Runde konnte man viele auftretende Fragen gleich beantworten und aufzeigen, dass noch kein Meister vom Himmel gefallen ist.

 

Es wurde auch deutlich, dass das grundsätzliche Hintergrundwissen zum Thema Kromi sehr wichtig ist. Besitzer von Kromis aus dem Einkreuzprojekt kennen die reinrassigen Kromfohrländer oft nicht sehr gut und wissen so wenig über die Licht- und die Schattenseiten der Rasse. Dieses Wissen ist aber unabdingbar, um Interessenten gut beraten zu können und zu wissen, in welchem Zuchtumfeld man sich bewegt.


Hier konnte aus dem Nähkästchen geplaudert werden, denn zwei Mitglieder des Züchterkreises haben langjährige Erfahrung mit reinrassigen Kromfohrländern.

 

 

 

Die Eckpfeiler des VRK Einkreuzprojektes wurden nochmals vorgestellt.

 

Der VRK bietet dem Züchter viel, erwartet aber auch von den Zuchtstätten Verbindlichkeit - hier konnten die Rahmenbedingungen der Zucht im Verein aufgezeigt werden.

 

Der VRK unterstützt seine Züchter in großem Masse bei der Planung, der Welpenvermittlung und mit viel Hintergrundwissen. Ebenso werden die VRK Würfe lebenslang durch den Verein begleitet und Züchter wie auch Welpenkäufer haben jederzeit Hilfe durch den Verein bei allen Themen. Die stetige Weiterbildung der Zuchtverantwortlichen sichert dies.

 

Britta Bessey war  bei über zehn Geburten schon als Hebamme im Einsatz. Sie konnte bei ihren Berichten aus diesem reichen Erfahrungsschatz schöpfen. Eine Hundegeburt ist etwas natürliches, dennoch darf man sich keine Illusionen machen - es können Komplikationen auftreten. Dann muss der Züchter wissen, wie er zu handeln hat. Nicht jede Geburt verläuft wie am Schnürchen.

 

Auch die Aufzucht gestaltet sich bei jedem Wurf wieder anders, hier war es spannend zu hören, wie Britta Bessey ihre Welpen jeweils groß zog.

 

In lockerer und angenehmer Atmosphäre fand dieses Seminar statt - die Mittagspause wurde mit einem hervorragenden Essen versüßt und so konnte man auch den zweiten Teil des Tages gestärkt und mit Elan angehen.

 

 

 

Die Rückmeldungen waren eindeutig, das Seminar wurde sehr geschätzt und die neuen Informationen auch - mit viel Wissen und Motivation brachen die angehenden Neuzüchter am späten Nachmittag dann heimwärts auf.