Sichtung im VRK


Das Einkreuzprojekt des VRK ist langfristig angelegt und es ist für den Erfolg des Einkreuzens immens wichtig, die Hunde bezüglich ihrer Entwicklung beurteilen zu können. Daraus werden wichtige Erkenntnisse für die weitere Zuchtplanung gewonnen und eine zuverlässige Kontrolle der Nachzucht ist gewährleistet.

Die Sichtungen im VRK stehen im Gegensatz zu offiziellen Körungen anderer Rassezuchtvereine, wo nur einzelne Tiere eines Wurfes geprüft werden und keinerlei Informationen über deren Geschwister vorliegen.

Relevant für eine Zuchtaussage ist jedoch jeder einzelne Wurf als Gesamtheit, deswegen sichtetet der VRK jeden Wurf zweimal, einmal im Alter zwischen 12-18 Monaten und später dann mit 5 Jahren.


Die Käufer von Kromfohrländern aus dem VRK-Einkreuzprojekt sichern die Teilnahme an den Sichtungen mit ihrer Unterschrift im Kaufvertrag zu.


Bei der ersten Sichtung wird der Wurf das erste Mal offiziell bewertet und die bis dahin stattgefunde Wesens- und Gebäudeentwicklung wird festgehalten.
Zusammen mit den Daten der Wurfabnahme im Alter von 6-8 Wochen können hier schon wichtige Schlüsse gezogen werden.

4 Jahre später, mit 5 Jahren, wird der Wurf ein zweites Mal gesichtet, dieses Mal liegt der Schwerpunkt auf der gesundheitlichen und charakterlichen Entwicklung der Hunde.

 

Zur ersten Sichtung muss der Hundebesitzer einen aktuellen COLA-Test vorlegen, inklusive Sedimentsbestimmung und pH-Wert-Bestimmung.

Zur zweiten Sichtung, mit fünf Jahren, verlangt der VRK eine aktuelle Augenuntersuchung, durchgeführt von einem DOK-Arzt. Bescheinigt werden muss, ob der Hund eine Augenerkrankung hat, im speziellen, ob er Katarakt hat oder frei davon ist.


Zusätzlich erhalten alle Besitzer von Kromfohrländern aus dem VRK Einkreuzprojekt im regelmässigen Abstand Fragebogen zugesandt, so dass der VRK genau weiss, wie es den Hunden geht.
Die Fragebögen werden an die Hunde  im Alter von 3, 8, 12 und 15 Jahren versandt.

 

 

Anlässlich der Sichtung werden im VRK
mittels dem Computerprogramm ANZU
alle relevanten Punkte durchgegangen.


Der Hund wird auf dem Tisch vom Zuchtwart
beurteilt, angefangen mit dem Gebäude.

 

Dazu gehören u.a. Vor- und Hinterhandwinkelungen, die Stellung des Vorderfußwurzelgelenkes, der Rutensitz, die Beurteilung des Rückens und die Lage der Schulter.

 

Die Halslänge wird angeschaut, die Kopfproportionen überprüft und auch der Ohransatz wird angeschaut.

 

Sehr wichtig sind die Haltung und die Bewegung des Hundes.

 

 

 

Angeschaut werden auch die Ohren, die Zähne, Pfoten...

 

Der Hund wird im Trab und im Schritt vorgeführt, so ist
auch eine Beurteilung des Gangwerkes möglich.

 

Zur Sichtung gehört auch das Messen der Grösse.

 

Auch wird nochmal geschaut, wie der Hund steht, nicht nur auf dem Tisch, sondern auch am Boden, wenn er entspannter ist.

Ein Hund besteht aber nicht aus dem Gebäude, ein elementarer Teil von ihm macht sein Wesen aus.

 

Im VRK wird grössten Wert auf ein einwandfreies Wesen der Hunde gelegt, deswegen schenkt der Zuchtwart auch diesem Punkt grösste Beachtung.

 

Der Hundebesitzer wird ausführlich zu seinem Hund befragt und alle Informationen werden im eigens für den VRK erstellten Zuchtprogramm gespeichert.

Fragen wie: Lässt sich der Hund vom Tierarzt problemlos untersuchen?
Wie verhält er sich gegenüber fremden Besuch?
Wie kommt er mit Kindern klar? und sehr vieles mehr, werden dem Hundehalter gestellt.
Ebenso werden Themen wie Sozialverhalten gegenüber fremden Hunden, Jagdverhalten (falls vorhanden), Bindungsfähigkeit, Territorialverhalten angesprochen.

 

 

Aufschluss über das Wesen gibt u.a. auch die Sichtung selbst, ein Hund, der sich auf dem Tisch problemlos überall anfassen lässt, das ganze Prozedere gelassen mitmacht und freundlich zum Zuchtwart ist, beweist ein gutes Wesen.

Die sorgfältige Sichtung eines Hundes dauert seine Zeit, eine gute Dreiviertelstunde ist schnell rum.

Aber der Aufwand ist es wert, die Erkenntnisse aus einer Sichtung sind für alle wichtig, für den Züchter, der daraus züchterische Schlüsse zieht, für den Hundehalter, dem anlässlich der Sichtung viele seiner Fragen beantwortet werden können und auch für den VRK selbst zur Bestätigung, auf dem richtigen Weg zu sein.

Wichtig zu wissen ist auch, dass eine Sichtung keine Körung/Zuchtzulassung ist!


Wer Zuchtabsichten mit seinem Hund hegt, kann das im Vorfeld der Zuchtbuchstelle melden und dann wird, anlässlich der ersten Sichtung, die Zuchtzulassung separat geprüft.

Oder, wenn es sich mit der Sichtung zeitlich nicht vereinbaren lässt,  wird eine separate Veranstaltung, eine Zuchtzulassung, durchgeführt.

 

Anlässlich der 1. Sichtung im Alter von 12-18 Monaten erhalten die Kromfohrländer aus dem Einkreuzprojekt, wie im Kaufvertrag vereinbart,  auch die Ahnentafel ausgehändigt.

 

Jeder gesichtete Hund erhält eine separate Sichtungsurkunde des VRK.

Die zuchtzugelassenen Rüden erhalten zusätzlich eine sogenannte "Rüdenmappe" mit vielen Informationen zum Thema Zucht, Rüden und dem ganzen Prozedere rund um das Decken, eine wichtige Hilfestellung für die neuen Deckrüden-Besitzer.

 

 

Das Prozedere mit zwei Sichtungen der VRK-Hunde zusätzlich mit dem Versenden der Fragebögen an die Hundehalter gewährleistet eine konsequente Begleitung der Kromfohrländer aus dem Einkreuzprojekt –

dies sind unverzichtbare Pfeiler zur
Qualitätssicherung des Einkreuzprojektes des VRK.